AIDA Cruises: AIDAluna kehrt auf See zurück


Nach fast sieben Wochen Arbeiten in den Werften von Marseille ist AIDAluna wieder in Dienst gestellt worden. Die Renovierungsmaßnahmen betrafen sowohl die öffentlichen Bereiche als auch die Gästebereiche und verbesserten den Komfort, die Funktionalität und das gesamte Bord­erlebnis weiter.

Die Arbeiten sind Teil des Programms AIDA Evolution, eines mehrjährigen Plans, mit dem AIDA Cruises die Schiffe der Selection-Flotte strukturell modernisiert. Der Fokus liegt dabei auf technischer Erneuerung, Neuorganisation der Räume und Lösungen mit stärkerer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit.

AIDAluna ist das zweite im Rahmen dieser Initiative abgeschlossene Projekt, das bis 2028 fortgeführt wird und schrittweise weitere Einheiten einbezieht – beginnend mit AIDAbella im Jahr 2026 und AIDAmar bis zum Ende desselben Jahres.

Das für AIDA Evolution vorgesehene Gesamtinvestitionsvolumen ist beträchtlich und spiegelt eine klare strategische Entscheidung wider: Schiffe mit kompakteren Abmessungen sollen weiterhin eine zentrale Rolle im Angebot der Reederei spielen und zugleich an heutige Standards angepasst werden – sowohl hinsichtlich des Bord­erlebnisses als auch in technologischer Hinsicht.

In diesem Zusammenhang wird AIDAluna zu einem Testfeld für Lösungen, die auf andere Schiffe der Baureihe übertragen werden können, und trägt zur Definition eines Erneuerungsmodells bei, das über reine Ästhetik hinausgeht und die Funktionalität sowie die Gesamtorganisation des Schiffes umfassend einbezieht.

Der Werftaufenthalt umfasste nahezu alle Bereiche von AIDAluna. Die Kabinen wurden vollständig neu gestaltet, mit aktualisierten Materialien, Farbkonzepten und Möbeln, wobei praktische Lösungen und ein zeitgemäßes Design im Vordergrund standen.

Neue Stromanschlüsse wurden installiert, darunter USB- und USB-C-Steckdosen, dezente Nachtlichter sowie erneuertes Balkonmobiliar. Die bestehenden Suiten wurden komplett renoviert, während am Heck neue, großzügig geschnittene Suiten entstanden sind, ausgestattet mit privaten Sonnendecks, Masterbädern und Platz für bis zu fünf Gäste. Damit wurde das Angebot für Reisende erweitert, die mehr Privatsphäre und Raum suchen.

Auch der Gastronomiebereich wurde umfassend überarbeitet. An Bord stehen nun zehn Restaurants und gastronomische Einrichtungen zur Verfügung, ergänzt durch neue Konzepte von französischer Küche über asiatisch inspirierte Fusion-Gerichte bis hin zu einem Tapas-Restaurant und dem Yacht Club.

Hinzu kommen dreizehn Bars und Cafés, darunter neue Locations wie die Lanai Bar, die French Kiss Bar & Bistro sowie die Panorama Bar, die eine eigene Drinkauswahl und einen Afternoon-Tea-Service bietet. Ziel ist es, eine größere Vielfalt an Atmosphären und Genussmomenten über den gesamten Tag hinweg zu schaffen.

Das Zentrum des Unterhaltungsangebots, das Theatrium, wurde sowohl optisch als auch technisch vollständig erneuert. Das neue Design greift die ikonischen Farben des Schiffes auf und bietet differenziertere Sitzbereiche, ergänzt durch moderne Licht- und Audiosysteme.

Für Familien wurden neue, speziell konzipierte Bereiche geschaffen, darunter ein Fun Park mit Kletterturm, ein neu gestalteter Kids Club und ein Game Center. In der Nähe der Time Out Bar wurde zudem eine Spielecke für jüngere Kinder eingerichtet, was die wachsende Berücksichtigung der Bedürfnisse von Familien unterstreicht.

Der Wellnessbereich blieb ebenfalls nicht von der Modernisierung ausgeschlossen. Zwei neue Wellness-Suiten erweitern das Entspannungsangebot, ergänzt durch ein renoviertes Nail Spa und ein im Design neu konzipiertes Hair Spa.

Parallel dazu entstanden neue, exklusiv den Suiten-Gästen vorbehaltene Bereiche, darunter eine eigene Lounge in der Nähe des Rossini-Restaurants sowie das Sky Deck – ein Außenbereich mit zwei Whirlpools, Lounge-Möbeln und Cabanas, der eine ruhigere und abgeschirmtere Atmosphäre als die öffentlichen Bereiche bietet.

Die Modernisierung erstreckte sich auch auf die digitale Infrastruktur des Schiffes. Interaktive Bildschirme in den öffentlichen Bereichen und die Einführung von RFID-Bordkarten sollen verschiedene Abläufe an Bord vereinfachen – von der Zugangskontrolle bis hin zu Informationen über verfügbare Services.

Diese Neuerungen wurden durch den Ausbau des Datennetzes unterstützt: Mehr als zwölf Kilometer Glasfaserkabel und achtundzwanzig Kilometer Kupferleitungen verbessern Stabilität und Leistungsfähigkeit der bordeigenen IT-Systeme.

Besonderes Augenmerk galt zudem den Bereichen für die Crew. Während des Werftaufenthalts wurden alle Crew-Kabinen funktional neu gestaltet, und die Crew-Bar erhielt ein umfassendes Redesign.

Auch die Kantine wurde in einen „Crew Market“ umgewandelt, mit flexibleren Raumkonzepten und ganztägig verfügbaren Snacks, um die Lebensqualität der Besatzung an Bord zu erhöhen.

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt die Einführung von Lösungen der Kreislaufwirtschaft. Erstmals auf einem AIDA-Schiff wurden vollständig aus recycelten Materialien hergestellte Teppichunterlagen installiert – das sogenannte Green Guard Underlay, gewonnen aus alten Teppichen von AIDAdiva und AIDAluna.

Die entfernten Materialien wurden direkt in der Werft mit mobilen Anlagen verdichtet und anschließend zu Verarbeitungszentren transportiert, um neue Unterlagen herzustellen. Ein Teil der ausgemusterten Matratzen wurde ebenfalls recycelt und zur Produktion von Komponenten für zukünftige Schiffe der Selection-Flotte genutzt.

Das verarbeitete Materialvolumen war erheblich: Zehntausende Quadratmeter Teppich und Unterlage, Flächen aus Kunstrasen sowie über tausend Matratzen. Erstmals wurden auch Außenmöbel wie Sonnenliegen, Balkonstühle und Tische wiederverwertet.

Für neue Bodenbeläge in Crew-Bereichen und an der Rezeption wurde ein vollständig recycelbarer und hypoallergener Teppich gewählt, der aus ECONYL®-Garn gefertigt ist und so konzipiert wurde, dass er am Ende seines Lebenszyklus industriell demontiert und wiederverwendet werden kann.

Einige demontierte Strukturelemente fanden auch außerhalb des Schiffes eine neue Verwendung: Die Stahlwände der Pier 3 Bar wurden von der Marke Paul Hewitt zu einer maritim inspirierten Schmuckkollektion verarbeitet, die an Bord der AIDA-Schiffe erhältlich ist.

Die Modernisierung umfasste zudem technologische Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Auf dem Pooldeck läuft derzeit ein Pilotprojekt mit drei Arten transparenter photovoltaischer Solarfolien, die es ermöglichen, Sonnenenergie zu nutzen, ohne die Aussicht der Gäste zu beeinträchtigen.

Die Arbeiten im Rahmen von AIDA Evolution wurden in der Kreuzfahrtbranche vielfach ausgezeichnet. Im Dezember 2025 wurde auf der Messe Cruise Ship Interiors das Green Guard Underlay als nachhaltiges Produkt des Jahres prämiert, die neuen Restaurants East Fusion und French Kiss als bester renovierter Raum ausgezeichnet und die Heck-Suiten als beste Kabine geehrt – ein Beleg für die gelungene Verbindung von Design, Funktionalität und Nachhaltigkeit.

Die Modernisierung erforderte eine komplexe Koordination: 2.200 Fachkräfte, darunter externe Techniker, Crewmitglieder sowie Mitarbeiter von AIDA und Carnival Maritime, sowie 140 externe Unternehmen arbeiteten synchron zusammen, um Zeitpläne und Projektkohärenz einzuhalten.

Das Ergebnis ist ein umfassend modernisiertes Schiff, das bereit ist, den Betrieb im Einklang mit den aktuellen Prioritäten der Branche wieder aufzunehmen – mit erneuertem Angebot, verantwortungsvollem Ressourceneinsatz und der Aufwertung bestehender Einheiten.

Mit der Rückkehr auf See setzt AIDAluna einen weiteren Meilenstein im Transformationsprozess der Selection-Flotte und bestätigt einen zukunftsorientierten Ansatz, ohne auf operative Kontinuität zu verzichten.

Das Programm wird in den kommenden Jahren fortgesetzt und überträgt die an Bord getesteten Lösungen schrittweise auf weitere Einheiten – in einem graduellen, aber strukturierten Prozess.

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Mara Di Dio

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