Tarent begrüßt das Cruises & Port Cities Working Group
Die Stadt Tarent war am 19. und 20. Februar 2026 Gastgeber des ersten Präsenztreffens des Cruises & Port Cities Working Group, einer gemeinsamen Initiative der AIVP und MedCruise , die sich der nachhaltigen Entwicklung von Kreuzfahrthäfen und Hafenstädten widmet.
An der Veranstaltung nahmen etwa 30 Fachleute und Expert:innen aus Italien, Spanien, Frankreich, Griechenland und Portugal teil. Sie stellte einen entscheidenden Moment für den internationalen Dialog und den Austausch bewährter Praktiken im mediterranen Kreuzfahrtsektor dar.
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Das Treffen, ausgerichtet vom Hafen von Tarent (AdSPMI), hatte das Hauptziel, einen kollaborativen Ansatz zwischen Häfen und Städten zu fördern, wobei besonderer Wert auf zentrale Themen wie Governance, Mobilität und Bürgerbeteiligung gelegt wurde. Spezielle Workshops vertieften das Management von Touristenströmen und die Kooperationsstrategien zwischen Hafeninteressengruppen und Kreuzfahrtgesellschaften, wodurch die bereits bei früheren Online-Treffen zu Governance & Citizens Engagement und Flow Management & Mobility begonnenen Arbeiten gestärkt wurden. Während der verschiedenen Sitzungen konnte die Arbeitsgruppe zudem auf Beiträge von Jon Olav Stedje (MSC Cruises) und Alessandro Vacca (Systematica) zählen.
Das Programm wurde mit einer offiziellen Pressekonferenz im Ketos Center eröffnet, an der der Präsident des Hafens von Tarent, Giovanni Gugliotti, ein Vertreter der Stadtverwaltung und der Kommandant der Hafenbehörde teilnahmen. Während des Treffens betonte Theodora Riga, Präsidentin von MedCruise und der Hafenbehörde von Korfu, die Bedeutung eines kooperativen Ansatzes für die Entwicklung des Kreuzfahrtsektors. Sie hob hervor, dass das Management des Sektors eine gemeinsame und ausgewogene Vision erfordert, die die unterschiedlichen Perspektiven auf die Kreuzfahrtentwicklung harmonisiert und die Beziehung zwischen Hafen und Stadt stärkt.
Francesca Morucci, Generalsekretärin der AIVP, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Verbänden und hob hervor, dass die Synergie zwischen der Hafen-Stadt-Perspektive der AIVP und dem industriellen Ansatz von MedCruise grundlegend ist. Sie erinnerte daran, dass die Zusammenarbeit, die mit der Veröffentlichung des Cruise Port City Compass begann, bereits den Wert der Integration unterschiedlicher Sichtweisen gezeigt hat. In dieser zweiten Phase, so fügte sie hinzu, wird die Kooperation noch entscheidender, um die komplexen Herausforderungen der Häfen zu bewältigen, darunter Nachhaltigkeit, Ausgleich sozioökonomischer Auswirkungen, Management der Touristenströme und die Stärkung der Beziehungen zu den lokalen Gemeinschaften.
Der zweite Programmtag fand im Archäologischen Nationalmuseum von Tarent (MArTA) statt, mit einer Open-Lab-Session, die dem Dialog mit lokalen Interessengruppen, einschließlich der Stadt Tarent, gewidmet war. Dieser Moment ermöglichte es internationalen Expert:innen und lokalen Vertreter:innen, Strategien zur Verbesserung der Nachhaltigkeit von Kreuzfahrtdestinationen zu erkunden, neue Kooperationsmöglichkeiten zu identifizieren und die operativen Prioritäten der Gruppe für das kommende Jahr zu definieren.
Die Initiative bot auch eine bedeutende Gelegenheit zum Networking und zum Austausch bewährter Praktiken zwischen Fachleuten der Branche und ermöglichte zugleich, den einzigartigen Kontext von Tarent kennenzulernen – eine Stadt, in der Hafen, historisches Erbe und Innovation im Gleichgewicht koexistieren.
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Das Cruises & Port Cities Working Group, 2021 gegründet, fördert den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Kreuzfahrthäfen und Städten und unterstützt eine nachhaltigere und inklusivere Zielgebietsverwaltung. Durch diese gemeinsame Initiative von MedCruise und AIVP, koordiniert von Laura Cimaglia, Noemi Frascella und José Sánchez, unterstützt die Gruppe weiterhin ihre Mitglieder beim Aufbau starker Hafen-Stadt-Beziehungen und bei der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung des Kreuzfahrttourismus, nicht nur im Mittelmeerraum, sondern weltweit.
Das Treffen in Tarent zeigte anschaulich, wie die gemeinsame Arbeit von Häfen, Städten und lokalen Gemeinschaften in effektive Strategien für eine nachhaltige und ausgewogene Kreuzfahrtentwicklung umgesetzt werden kann. Die Synergie zwischen der Hafen-Stadt-Perspektive der AIVP und dem industriellen Ansatz von MedCruise stellt heute ein innovatives Modell dar, um die komplexen Herausforderungen von Häfen und touristischen Destinationen zu bewältigen, und stärkt die Rolle der Hafenstädte als Motoren nachhaltiger Entwicklung und Innovation im internationalen Kreuzfahrtsektor.
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