Das Aquila Center for Cruise Excellence stärkt die Verbindung zwischen der Tourismusausbildung und der Kreuzfahrtbranche durch von der Industrie anerkannte Ausbildungsprogramme, die darauf ausgerichtet sind, Studierenden praktische Kompetenzen, berufliche Qualifikationen und klarere Perspektiven für den Einstieg in die Arbeitswelt zu vermitteln.
Die Organisation baut ihren Ansatz zur Entwicklung beruflicher Kompetenzen weiter aus, indem sie Standards der Kreuzfahrtindustrie und berufliche Zertifizierungen direkt in die touristischen Ausbildungsprogramme integriert. Ziel ist es, die Lücke zwischen akademischer Ausbildung und den operativen Anforderungen der Kreuzfahrtbranche zu schließen. Aquila verfügt über mehr als vierzig Jahre Erfahrung im Tourismus sowie über langjährige Expertise im Kreuzfahrtsektor. Die Ausbildungsprogramme werden in ihrem operativen „Living Lab“ in Saint John, New Brunswick, Kanada, unter realen Bedingungen erprobt. Dort werden pro Saison mehr als 178.000 Kreuzfahrtpassagiere empfangen. Der direkte Kontakt mit den Kreuzfahrtpassagieren ermöglicht es Aquila, operative Erfahrungen, die Erwartungen der Gäste und die Herausforderungen der einzelnen Destinationen in praxisorientierte Ausbildungsangebote für Tourismusfachkräfte und künftige Fachkräfte der Branche zu übertragen.

Als exklusiver Schulungspartner der Florida-Caribbean Cruise Association (FCCA) richtet Aquila seine Programme zudem an den Anforderungen von Kreuzfahrtdestinationen und Branchenakteuren aus. „Wenn wir die Zukunft des Kreuzfahrttourismus stärken wollen, müssen wir über die heutigen Abläufe hinausblicken und aktiv Wege schaffen, die es der nächsten Generation ermöglichen, in diese Branche einzusteigen, sie zu verstehen und sich darin erfolgreich zu entwickeln“, erklärte Beth Hatt, President des Aquila Center for Cruise Excellence. „Wenn wir eine von der Branche anerkannte Ausbildung direkt in die Klassenzimmer bringen, vermitteln wir nicht einfach nur Theorie. Wir schaffen Vertrauen, entwickeln praxisnahe Kompetenzen und helfen den Studierenden dabei, einen konkreten Weg von der Ausbildung in die Welt des Tourismus und der Kreuzfahrtbranche zu erkennen.“ Ein konkretes Beispiel für dieses Modell ist die Zusammenarbeit von Aquila mit dem Holland College in Kanada. Dort nahmen Studierende der Tourismusstudiengänge an einem hybriden Pilotprogramm teil, das es ihnen ermöglichte, parallel zu ihrem akademischen Studium die international anerkannte Tour Guide Excellence Certification von Aquila zu erwerben.
Das Programm kombinierte Präsenzunterricht, Online-Schulungen, schriftliche Prüfungen auf Grundlage professioneller Branchenstandards sowie videobasierte Bewertungen. Auf diese Weise konnten die Studierenden ihren Ausbildungsweg sowohl mit einem akademischen Abschluss als auch mit einer zusätzlichen, von der Branche anerkannten Zertifizierung abschließen.
Besonderes Augenmerk lag auf Storytelling, Interpretation und der Einbindung der Gäste. Dadurch erwarben die Studierenden Kompetenzen, die unmittelbar auf Landausflüge und Destinationserlebnisse übertragbar sind. Das Modell wurde so konzipiert, dass es sich leicht übertragen und reproduzieren lässt, und könnte von touristischen Bildungseinrichtungen in der Karibik, in Mittelamerika und in anderen vom Kreuzfahrttourismus geprägten Regionen übernommen werden. Durch die Integration professioneller Zertifizierungen in bestehende akademische Lehrpläne können Bildungseinrichtungen dazu beitragen, dass Studierende mit einem besseren Verständnis der Erwartungen von Kreuzfahrtgästen, der Servicestandards und der operativen Abläufe in den Destinationen in die Arbeitswelt eintreten. Der Ansatz von Aquila steht zugleich für einen umfassenderen Fokus auf die Bindung von Fachkräften sowie auf die berufliche Weiterentwicklung im Tourismussektor.

Nach Angaben der Organisation haben einige ihrer Guides Karrieren von 10, 20 und sogar mehr als 25 Jahren aufgebaut. Dies bestärkt Aquila in der Überzeugung, dass die Entwicklung beruflicher Kompetenzen über die Erstausbildung hinausgehen und auch kontinuierliche Weiterbildung sowie langfristige Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung umfassen sollte. Für Kreuzfahrtdestinationen gewinnt dieses Thema zunehmend an strategischer Bedeutung. Mit der Weiterentwicklung des Kreuzfahrttourismus müssen Häfen und Destinationen sicherstellen, dass die Qualität der lokalen Erlebnisse den sich wandelnden Erwartungen der Passagiere und den Anforderungen der Kreuzfahrtgesellschaften entspricht. Die Entwicklung qualifizierter Fachkräfte vor Ort kann daher nicht nur zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Destinationen stärken und die Zufriedenheit der Gäste erhöhen.

Aquila betont, dass die Ausbildung dieser Fachkräfte nicht allein in der Verantwortung der Bildungseinrichtungen liegen kann. Tourismusbehörden, Häfen, Destinationsmanagementorganisationen, Reiseveranstalter, Kreuzfahrtgesellschaften und Ausbilder müssen vielmehr gemeinsam dazu beitragen, eine engere Verbindung zwischen Ausbildung, beruflichen Chancen und den Anforderungen der betrieblichen Praxis zu schaffen. Werden solche Verbindungen bereits in den frühen Phasen der Ausbildung hergestellt, könnten Destinationen einen größeren Pool qualifizierter lokaler Fachkräfte aufbauen und gleichzeitig die Servicestandards des gesamten Tourismussystems verbessern. Für die Kreuzfahrtbranche bietet eine engere Verzahnung von Ausbildung und operativer Praxis die Möglichkeit, auf den künftigen Personalbedarf zu reagieren und zugleich die Qualität und Kontinuität der in den Destinationen angebotenen Erlebnisse zu stärken. Das Modell von Aquila zeigt, wie professionelle Zertifizierungen, praxisorientierte Ausbildung und akademische Bildung miteinander verbunden werden können, um angehenden Tourismusfachkräften einen klareren Weg von der Ausbildung in die Kreuzfahrtbranche zu eröffnen.
Gabriele Bassi

